 Mit dem bereits 2005 definierten Masterplan für die Wörther See Ostbucht wurden die Rohrer-Gründe an der Wörther See Süduferstraße (unweit der Universität und des Lakeside Parks) als idealer Standort für das seit 30 Jahren geforderte Kongresshotel bewertet.
Betriebskonzept Das 4-Sterne-Superior-Hotel (das sind Vier-Stern-Betriebe, die mehr als 95 Prozent der Vorgaben für 5-Stern-Hotels erfüllen) verfügt über 146 moderne Zimmer und Suiten, viele davon mit Blick auf den Wörthersee. Kongress- und Tagungseinrichtungen sowie ein 900 m² Wellness-Bereich runden das Konzept zu einem stimmigen Ganzen ab. Die Anlage wird nicht als abgeschlossenes Resort geführt, sondern ist mit samt seinen Einrichtungen - Restaurant, Hotel-Bar, GIG-Bar sowie Wellness & Spa - auch für die heimische Bevölkerung und den Tagesgast geöffnet. Über die sogenannten Lend-Terrassen und dem Spazier- und Radweg, der direkt am Hotel entlang geführt ist, trägt die Klagenfurter Bevölkerungen ganz wesentlich zur Belebung der neuen Lendkanal-Lagune bei. Architektonisches Konzept Der Gebäudekomplex trennt die stark frequentierte Süduferstraße vom neu geschaffenen Naturraum der Lendkanal-Lagune und ist teilweise im Gelände eingeschüttet. Auf parkseitigem Niveau bzw. zur Lendkanal-Lagune hin geben Öffnungen die Sicht auf die dahinter liegenden Funktionsbereiche (Wellness, Seminar, Therapie) frei Der bestehende Rad- und Gehweg schmiegt sich in Form einer Brücke an die künstlich geschaffenen Geländekanten an, wobei beim Bewandern dieses Weges einerseits die Sichtbeziehung zum Europapark, wie auch zum tangierenden Lendkanal bestehen bleibt. Das Gebäude selbst stellt sich als gekrümmter Scheibenbaukörper dar. Die Entwurfsidee der Krümmung, wie auch der Abtreppung ist eine Abstraktion der umgebenden Landschaft und Natur. Der dominante Hauptbaukörper ist mit einer organischen Struktur überzogen und bildet ein skulpturales Element im umgebenden Grünraum. Diese auffällige Alucobond Fassade ist das charakteristische Merkmal des Lindner Seepark Hotels und ist ebenfalls aus der Natur abgeleitet. Die sogenannte Bubbles-Fassade besteht aus Verbundplatten (zwei Aluminium-Deckbleche mit einem Kunststoffkern) und ist vor den Balkonen montiert. Wesentlich sind die gekrümmten Abschlüsse im Sockel- und Attikabereich. Die Anmutung der Fassadengestaltung des zur Straße hingewandten, abgetreppten Sekundärbaukörpers zeigt geometrisch härtere Formen auf und unterstreicht den Charakter eines Business- und Kongresshotels. Die Fassade selbst wurde aufgrund der gekrümmten Ausführung vertikal gegliedert. In der Auswahl der Farbkombinationen kamen pastellfarbige Farbtöne, von cremeweiß in der Bubblekonstruktion bis zu Brauntönen im Bereich der straßenseitigen Putzfassade, zur Ausführung. Die Übernahme von Baum- bzw. Unterholzstrukturen wurde gestalterisch homogen in das Gesamtfassadenbild integriert. Bis in die dahinter befindlichen Zimmer hinein setzt sich diese Gestaltungsidee der abstrahierten Ausformulierung von Baum- bzw. Unterholzstrukturen fort. Die Gestaltung der Außenanlagenbereiche ist von großer Bedeutung für das Gesamtprojekt. Die Aufweitung der Uferzonen des Lendkanals, sowie die Errichtung einer kleinen Marina, bildet den gestalterischen, wie auch funktionellen Gelenkpunkt zum See und ermöglicht dem Gast die Erreichbarkeit per Boot. Standortqualität Das den Standort umschließende Landschaftsbild, der in Sichtweite befindliche Wörther See und der angrenzende Lendkanal gaben die grundlegenden Entwurfsvorgaben für die Entwicklung des Baukörpers. Das Grundstück liegt an der Süduferstraße/Universitätsstraße und verfügt damit über eine ideale Verkehrsanbindung aus der Stadt und vom nahe gelegenen Autobahnzubringer, über den auch der Flughafen Klagenfurt in weniger als 10 Minuten erreichbar ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Naherholungsgebiet des Europaparks mit seinen Rad- und Fußwegen, das von der Klagenfurter Bevölkerung bereits ab den Frühlingsmonaten stark besucht wird. Das Lendkanal-Ufer An seiner nördlichen Flanke wird das Grundstück vom Lendkanal begrenzt, der als wasserläufige Verbindungsachse zum See dient. Ein reizvoller Gedanke: Von hier aus kann mittels Booten jeder Ort am Wörther See erreicht werden. Mit der Ausweitung der Wasserfläche entstand eine kleine Bucht, die als Hafen-Marina vor dem Hotel dient. Durch die landschaftliche Gestaltung der Uferkanten und die Errichtung einer zusätzlichen Fußgänger- und Radwegbrücke wird der bestehende Europapark mit der Grünanlage des Hotels kombiniert und aufgewertet. Eine Flaniermeile für Jedermann Die Neugestaltung des Lendufers erforderte eine Verlegung der Fuß- und Radwege im Bereich der Wilsonstraße, die nun weit in die Grünanlage des Hotels hereingezogen wird und zu einer Flaniermeile für die Besucherströme aus der Stadt wird: Die Restaurant- und Cafebetriebe des Hotels mit ihren Aussichtsterrassen stehen sowohl Hotelgästen als auch den Spaziergängern und Radfahrern zur Verfügung, denen sich ein eindrucksvoller Ausblick über den gestalteten Naturraum und die Längsachse des Wörther Sees bietet. |